Rebtränen
Traubenmädchen (im Kurpark von Bad Kreuznach), geschaffen von Johanna Kauer 1950)
Wenn die Reben bluten

Aqua Vitis oder Lachryma Vitias bezeichneten die alten Gelehrten diesen Saft des Rebstocks.

Alle, die den Rebstock schon beobachtet haben, wissen die Aussage
“die Reben bluten” zu deuten.

In der Vegetationsruhe (Winter bis Frühjahr) wird der Rebstock geschnitten. Diese Schnittstellen sind für ihn Wunden. Bei Vegetationsbeginn, bevor die Knospen der Weinreben im Frühjahr schwellen, bluten diese Wunden. Es sieht aus wie Wassertropfen - ist aber viel mehr.

In den Rebtränen befinden sich Inhaltsstoffe, welche desinfizieren, das Eindringen von Bakterien verhindern und die Schnittwunden verschließen.

Wilhelm Schweinhardt: “Ich hatte schon vor vielen Jahren gehört, dass das Rebenblut für die Menschen in alter Zeit als Hausmittel für viele Wehwehchen diente, fand aber nie die entsprechenden Informationen.
2004 ist mir Herr Lorey begegnet; er hat Zeugnisse aus der Historie gefunden und zusammengetragen, die die Anwendung und Wirkung von Rebenblut in alter Zeit beschreiben. Siehe Näheres unter www.elmar-lorey.de
“ .

Schon die Alten - darunter der Römer Plinius (etwa 23-79 n Chr.), auch Hildegard von Bingen (1098 - 1179) - berichten in ihren Schriften über die segensreichen Eigenschaften der Rebtränen und deren Nutzen für die Menschen bei mancherlei Anwendungen.

Rebträne (mit kleinem Spinngewebe im abendlichen Gegenlicht)
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